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Geschichte

 

Im Jahre 1876 wurde die Freiwillige Feuerwehr FFW Daxberg gegründet. Im Rahmen der Gründung wurde eine fahrbare Handspritze, gezogen von einem Pferdegespann oder durch Manneskraft, und eine Ausziehleiter mit Stützholmen angeschafft. Die Brandbekämpfung war gerade in Daxberg aufgrund der Höhenlage ein großes Problem. So stand zur Brandbekämpfung keine Wasserversorgung in Form eines Baches oder Sees zur Verfügung. Aus diesem Grunde wurde auf Höhe der heutigen Lilienstraße eine Quelle gefasst und ein Löschweiher angelegt. Dieser Löschweiher war aber gerade in trockenen Sommermonaten des Öfteren fast ausgetrocknet. Gottseidank blieb der Ort vor größeren Bränden verschont. Bekannt sind lediglich zwei Brände. Zum einen der Scheunenbrand im Anwesen Kilian Pfeifer, Gegenüber der Kirche. Zum weiten der Dreschhallenbrand von 1960, heute Schönbornstraße 1 und 3. Im Jahre 1962 erhielt Daxberg endlich ein eigenes Wasserleitungsnetz und somit war das Thema der Wasserversorgung zur Brandbekämpfung gelöst. Dennoch ist der Löschweiher bis heute, nun in einer Zisterne gefasst, als Wasserspeicher erhalten.

Nach dem Dreschhallenbrand von 1960 wurde den Verantwortlichen klar, dass die veraltete Ausrüstung und Ausbildung nicht mehr den neuen Ansprüchen gerecht werden kann. Deshalb wurde 1961 ein Neuanfang der FFW Daxberg gestartet. Eine Tragkraftspritze mit Anhänger (TSA8/8) wurde in Dienst gestellt und das Gebäude der altehrwürdigen Dorfkapelle zum Gerätehaus umgebaut. Bei einem Brand im Anwesen „Fecher“, heute Glasbergstraße 1, konnte die neue Löschmannschaft mit dem neuen Gerät gleich Ihre Schlagkraft erfolgreich unter Beweis stellen. Da der Tragkraftspritzen-anhänger jedoch immer noch mit einem von einem Feuerwehrkammeraden zur Verfügung gestellten Traktor zur Einsatzstelle gezogen werden musste und die Wehrmänner mit ihren privaten Fahrzeugen anrückten, entschloss sich die aufstrebende Truppe 1965 einen bei der Bereitschaftspolizei in Hannover zum Verkauf stehenden Mannschaftswagen zu erwerben. Dieser Mannschaftswagen wurde anschließend in mühevoller Kleinarbeit zu einem feuerwehrtauglichen Fahrzeug umgebaut. Im Zuge des Umbaus wurde eine Haspel eingebaut, welche mit 200m B-Schlauch bestückt wurde. Somit war es der Wehr möglichinnerhalb kürzester Zeit eine „Lange Schlauchstrecke herzustellen. Nach der Fertigstellung erhielt der Zug- und Mannschaftswagen den Kosenamen „EMMA“. Ende der 70er Jahre wurde eine Halterung für die neu angeschafften Atemschutzgeräte angebracht. Wenn man bedenkt, dass dies alles aus eigenen Mitteln und tatkräftiger ehrenamtlicher unentgeltlicher Arbeit der Feuerwehr Daxberg angeschafft und umgebaut wurde, so ist dies eine Anerkennung wert.

Als Anfang der siebziger Jahre die Gebietsreform in Bayern anstand, konnte die Daxberger wählen, dem Markt Mömbris gleich beizutreten und dafür mit einem Geschenk von 280.000 DM zu bekommen oder nach Verweigerung und ohne Zahlung letzten Endes doch zwangseingemeindet zu werden. Bei einer eigens dafür einberufenen Bürgerversammlung entschied sich die Mehrheit der Daxberger für den schnellen Beitritt zum Markt Mömbris und somit trat die Gemeinde Daxberg im Jahre1972 dem Markt Mömbris als Ortsteil bei. Mit den zugesagten Geldern und einem weiteren Zuschuss des Freistaat Bayern für ein Feuerwehrgerätehaus, wurde die Daxberger Mehrzweckhalle mit dem angegliederten Feuerwehrgerätehaus und Schulungsraum gebaut. Die Einweihung der Gebäude war im Jahr 1977. Nun besaß die FFW Daxberg endlich ein modernes und den gestiegen Anforderungen und den gewachsenen Einwohnerzahlen angepasstes Gerätehaus.

Bei einem Brand in der Gaststätte „Kraus“ im Spätherbst 1987, welcher nach Mitternacht ausbrach konnte nur mit Hilfe von benachbarten Feuerwehren eine größeres Unglück verhindert werden. Denn nur gemeinschaftlich konnten die im Obergeschoß des brennenden Hauses lagernden Gasflaschen geborgen und so eine Explosion verhindert werden.

Im Jahr1989 hatte die Tragkraftspritze und der Mannschaftswagen Ihren Dienst in zahlreichen Einsätzen unter Beweis gestellt aber ihre besten Tage waren vorbei. Und so wurde mit Unterstützung der Gemeinde Mömbris ein Löschfahrzeug LF8 bestellt. Für den Sonderwunsch der Daxberger Feuerwehr, das Fahrzeug mit Allradantrieb zu beschaffen kam die Wehr wieder selbst auf. So konnte das neue Fahrzeug im Zuge einer Festlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Daxberg geweiht werden.

Nachdem sich die Finanzen des Vereins wieder erholt hatten, konnte 1995 endlich der lang ersehnte Wunsch nach einer Vereinsfahne erfüllt werden. Am 17. September war die feierliche Weihe im Rahmen eines großen Festaktes.

Im Jahre 2012 wurde die Feuerwehr von der Kreisbrandinspektion Aschaffenburg darüber informiert, dass ein Fahrzeug für Katastrophenschutz, bereitgestellt vom Bund, zu vergeben sei und Daxberg als Standort für dieses Fahrzeug in Frage kommen könnte. Die Feuerwehr Daxberg bemühte sich mit großer Unterstützung des Marktes Mömbris um die Vergabe und bekam letztlich den Zuschlag für das Fahrzeug. Berits im Juni 2013 konnte sich die Mannschaft und das Fahrzeug bei der Hochwasserkatastrophe in Passau bewähren.

 

 

Leistungsprüfungen

 

Bereits im Jahre 1965 absolvierten die Feuerwehrmänner der FFW Daxberg in Mannschaftsstärke die ersten Leistungsprüfungen in Bronze. Nach zwei Jahren legte diese Mannschaft ihre Leistungsprüfung in Silber und eine weiter Mannschaft ihre Leistungsprüfung in Bronze ab. Danach kam der Eifer für weitere Prüfungen für 14 Jahre ins Stocken und erst 1981 legten zwei Gruppen die nächsten Leistungsprüfungen ab. Nun wurde im Zweijahresrhythmus jeweils die nächste Stufe absolviert, so dass 1991 ein Feuerwehrmann aus der ersten Leistungsprüfungsmannschaft von 1965 die höchste Stufe III/5 “ Gold Rot“ erreichte. Ihm folgten in den nächsten Jahre weitere Feuerwehrmänner auf die Stufe III/5 „Gold Rot“.
Im Rahmen der Leistungsprüfungen wird immer wieder der Ausbildungsstand erneuert und gefestigt sowie der gute Leistungsstand der Daxberger Feuerwehrmänner dokumentiert.

   
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